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15.05.2019

ZVME erweitert die Wasserversorgung

"Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME) hat auf seiner Sitzung am 25. März 2019 die Beschlüsse hinsichtlich der Konzeption zur zukünftigen Einbindung der Fernwasserversorgung im Zweckverband aus den Jahren 2008 und 2011 aufgehoben.

Begründet ist das darin, dass bei den Vorhaben des Freistaates Thüringen zum Hochwasserschutz entlang der Weißen Elster deutlich wurde, dass die Trinkwassergewinnungsanlage Caaschwitz/Gera- Langenberg außer Betrieb gesetzt werden muss. Mit der dadurch erforderlichen Neuordnung des Trink-wasserversorgungssystems im Nordosten der Stadt Gera wurde seitens des Verbandes das gesamte Wasserversorgungsgebiet einer Soll-Ist-Analyse unterzogen.

Dabei wurde festgestellt, dass die Entnahmemengen aus den Wasserversorgungseinrichtungen des Verbandes für die Trinkwasserversorgung der Stadt Gera im Mittel bei rund 14.400 Kubikmeter je Tag liegen, dabei entfallen nur rund 470 Kubikmeter davon, das sind 3,2 Prozent des Gesamtbedarfes, auf die Eigengewinnung. Die restliche Trinkwasserbedarfsmenge für die Versorgung der Stadt Gera wird aus dem Netz der Thüringer Fernwasserversorgung zugespeist. Dass die Versorgung des Stadtgebietes nur zu kleinen Anteilen mit Wasser aus eigenen Trinkwassergewinnungsan-lagen erfolgt, liegt zum einen in technologisch bzw. wasserche-misch begründeten Bereichen.

Zudem sind für den Erhalt der versorgungstechnisch kaum genutzten Wassergewinnungsanlagen bereits jetzt hohe Reinvestitionskosten notwendig.

Eine im Jahr 2015 vorgenommene Kostenermittlung ging von rund 4,5 Millionen Euro für die Gewinnungsanlage Caaschwitz/Gera-Langenberg und 2,6 Millionen Euro für die Anlage Scheubengrobsdorf aus. Der Erhalt der Wassergewinnungs-anlagen Caaschwitz/Gera-Langen-berg, Scheubengrobsdorf und Pölzig für die Trinkwasserversorgung ist unter den genannten Gründen wirtschaftlich und technologisch nicht wirtschaftlich.

Ohne betrieblichen Aufwand können bereits jetzt die wegfallenden Rohwassermengen aus dem vertraglich gesichertem Versorgungsvolumen des Fernwasserliefervertrages substituiert werden. Für den Rückbau der Brunnenanlage Caaschwitz und des Wasserwerkes Langenberg sowie für die Neuordnung der Trinkwasserzuführung des Geraer Nordost-Raumes fallen Kos-ten von rund drei Millionen Euro an. Diese werden durch den Freistaat Thüringen im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen Weiße Elster übernommen. In Scheubengrobsdorf sind mit Ausnahmen der Kosten für den Rückbau keine zusätzlichen finanziellen Aufwendungen verbunden.

Damit wird das Betriebskonzept des Verbandes optimiert, dass auf eine technologisch kostengünstige Versorgung in hoher Qualität und Versorgungssicherheit setzt. Diese ist dabei durch ein integriertes Störfallkonzept der Thüringer Fernwasserversorgung mit dem ZVME insbesondere durch bedarfsgerechte Hochbehälterkapazitäten und durch Ausnutzung von Verteilnetzreserven für mindestens 48 Stunden gesichert. Die Bereitschaftsdienste beider Wasserversorgungsunternehmen und umfangreiche Kapazitäten bei Vertragspartnern stehen im Störfall zur Verfügung.




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