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14.11.2018

Speiseölreste gehören nicht in das Abwasser

In unseren Breiten gibt es ein gutes und preiswertes Entsorgungssystem für Abfälle aller Art. Farbige Kennzeichnungen erleichtern das Einsortieren und für eine regelmäßige Abfuhr des Gesammelten ist auch gesorgt. Warum aber noch immer viele Menschen die Toilette zusätzlich zum eigentlichen Zweck als Abfallbehälter nutzen, erschließt sich nicht. Essenreste, Küchenabfälle, Medikamente, Hygieneartikel und anderer Müll werden mit einem Tastendruck auf die Klospülung mühelos entsorgt.

Jedoch das, was scheinbar so praktisch verschwindet, kommt auf ungeahnte Weise wieder in unseren Alltag zurück. Wenn auf dem wohlgepflegten Grundstück plötzlich eine Ratte aus dem Abflussgitter schaut, lässt das auf die für sie schmackhaften Reste im Abwasser schließen.

Dabei müssen es gar keine sperrigen Dinge sein, die im Abfluss landen – vor allem Speiseölreste können einen enormen Schaden anrichten. Das Öl verbindet sich nicht mit dem Wasser, sondern schwimmt oben, setzt sich am Rand der Rohre ab und wird ranzig. Dadurch verkleben die Abwasserleitungen, es drohen Verstopfungen und es entwickelt sich ein regelrechter Gestank.

Doch das entsorgte Öl richtet nicht nur in der Kanalisation Schaden an, sondern verursacht auch im Klärwerk Probleme. Und es werden Schädlinge, wie Ratten, angezogen.

„Auf keinen Fall sollten irgendwelche Abfälle in der Kanalisation entsorgt werden“, fordert Jürgen Kroll, Abteilungsleiter Betrieb beim Zweck

verband Wasser Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME). „Alte Medikamente kommen in den Restmüll, und Essenreste sowie Küchenabfälle gehören in die Biotonne.“

Übrigens verstopfen faserige Stoffe, wie Lappen und Windeln die Pumpen der Abwasserpumpwerke und verursachen einen erhöhten Instandhaltungsaufwand und führen zum Ausfall der Pumpwerke.

Was aber tun, wenn das Öl aus der Fritteuse gewechselt werden muss oder das Speiseöl etwas ranzig aus der Flasche riecht?

Eines ist ganz klar: Keinesfalls in den Ausguss kippen. Die Flasche gut verschließen und in den Hausmüll geben. Das alte Fritteusenfett kann ebenfalls in eine PET-Flasche gefüllt werden, die fest verschlossen in der Restmülltonne landet.

Oder eine andere gute Möglichkeit: das alte Öl aus der Fritteuse in einen Sack mit Katzenstreu fließen lassen. Das Granulat kann dann ebenfalls über den Restmüll entsorgt werden.

Kleinere Mengen aus der Pfanne sollten mit saugfähigem Papier, beispielsweise von der Küchenrolle, aufgenommen werden. Gleiches gilt für Speiseölreste aus Fischdosen oder anderen Konserven. Hier ebenfalls die nicht verwendeten Mengen mit saugfähigem Papier auffangen und die Konservendose ebenfalls in Papier wickeln. Auch dieser Abfall gehört dann in die Restmülltonne. Größere Mengen von verbrauchtem Frittieröl sind von Fachfirmen zu entsorgen. 




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