Schriftgröße:  Größere Schriftgröße Normale Schriftgröße Kleinere Schriftgröße 
Startseite  |  Suche  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz    

17.10.2018

Regenüberlaufbecken Am Stadion wurde gespült

Unweit vom Eingang Tschaikowskistraße haben Saugbagger und Spülfahrzeuge mit Schlauchleitungen im Hofwiesenpark  Station gemacht. Gleichmäßige Geräusche zeugen von einem regen Betrieb. Das ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, denn die eigentliche Arbeit wird von Fachleuten im unterirdischen Bereich des Regenüberlaufbeckens (RÜB)  „Am Stadion“ geleistet. Im Auftrag des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME) waren in den zurückliegenden Tagen die Spezialunternehmen vor Ort.

Das RÜB besteht aus vier Kammern, die unter dem Hofwiesenparkareal paarweise verbunden sind und jeweils 1.000 Kubikmeter  Abwasser fassen können. Wasser aus einem Teil der  Mischwasserkanäle der Stadt Gera wird durch einen Hauptsammler im Hofwiesenpark in das Klärwerk Gera-Stublach geleitet. Bis zu 800 Liter in der Sekunde beträgt die maximale Ablaufmenge zum Klärwerk. Steigert sich die Zulaufmenge durch erhöhten Zulauf aus dem Kanalnetz der Stadt, das geschieht unter anderem bei länger anhaltenden Regenereignissen oder Tauwetter, dann wird das Wasser in den Überlaufbecken gesammelt. Über den Klärüberlauf fließt dann Wasser in die Weiße Elster ab. Die Schmutzstoffe werden jedoch zum größten Teil von der geschlitzten Wand zurück gehalten und setzen sich am Boden ab.

Ist jedoch das Becken vollständig gefüllt und auch der Klärüberlauf geflutet, wird zum Schutz des Kanalnetzes das vorgereinigte Abwasser über den Beckenüberlauf zur Weißen Elster abgeleitet. Hier beträgt die maximale Ablaufmenge 25.000 Liter in der Sekunde. Ein Rechen hält die Schwimmstoffe zurück

Wenn sich die Ablaufmenge wieder unter 800 Litern pro Sekunde  eingepegelt hat, wird  Abwasser aus dem Becken in das Kanalnetz zum Klärwerk Gera-Stublach gepumpt.

 Vakuumpumpen halten dabei Wasser in den Spülkammern zurück. Im Reinigungszyklus geben Ventile den Lufteintritt in die Spülkammern frei. Durch das aus den Spülkammern abfließende Wasser lösen sich die Ablagerungen im Becken. Anschließend befördert die Spülwelle das Wasser-Schlamm-Gemisch zur Entleerungspumpe, welche für die Weiterleitung in den Ablaufkanal in Richtung Klärwerk sorgt. Diese vielfältigen Vorgänge werden durch ein Prozessleitsystem gesteuert.

 

Als Betreiber des Regenüberlaufbeckens ist der Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME) auch  laut Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung zu regelmäßigen Kontrollen verpflichtet. Im konkreten Fall wird monatlich geprüft, wie der Zustand der unterirdischen Anlagen ist. Denn nicht in jedem Fall gelingt es, alle Feststoffe durch die Spülwelle aus dem  Becken zu befördern. Durch das Mischwassersystem des Kanalnetzes Gera gelangen durch Bodenbewegung bei Bauarbeiten oder das Abschwemmen von nicht beseitigtem Streugut von den Straßen leider reichlich Feststoffe in das Abwassersystem. Die dadurch verursachten Ablagerungen in den Regenüberlaufbecken müssen deshalb kontinuierlich beseitigt werden. Notwendig, um das Betonmaterial der Becken zu schützen und eine unangenehme Geruchsentwicklung zu verhindern.  




<- Zurück zu: Veröffentlichungen
Zurück | PDF-Datei erzeugen |Nach oben