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Allgemeines – Geschichte

Aufgabe der Abwassertechnik ist, das im Bereich der menschlichen Wohn- und Arbeitsstätten anfallende Abwasser zu sammeln (Abwassersammlung), es aus diesem Bereich herauszuleiten (Abwasserableitung) und es so zu behandeln (Abwasserbehandlung), dass es schadlos in Gewässer eingeleitet werden kann (Abwasserbeseitigung). Die Notwendigkeit der Abwassersammlung und Abwasserableitung war allen Kulturvölkern des Altertums bekannt. Die Städte der Römer und Griechen in Mitteleuropa verfügten bereits über Kanäle (z.B. Rom mit der cloaca maxima), die Abwasser und Abfall zum Teil mit Wasserspülung abschwemmten. Im Mittelalter ging dieses Wissen weitgehend verloren, die Städte versanken im Unrat. Die Cholera-, Ruhr- und Typhusepidemien sind damit zu erklären.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich die Erkenntnisse der Hygiene durch und die Städte begannen, Kanalisationsanlagen zu errichten. Um 1900 wurden die noch heute angewandten Verfahren der biologischen Abwasserbehandlung entwickelt und bis heute immer mehr verbessert.

Auch heute ist die Abwasserentsorgung eine hoheitliche Aufgabe der Kommunen. Und das nicht ohne Grund. Gilt es doch die Gewässer als natürlichen Lebensraum und als Wasserressource wirksam zu schützen. Keine leichte Aufgabe in einem so hoch entwickelten und dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland. 

Übersicht Kläranlagen und Kanalnetz

Kennzahlen Abwasser - Netzstand per 2015

  • ca. 1 100 km Kanalnetz der Nennweiten DN 150 bis DN 2200
  • 250 Sonderbauwerke (Abwasserpumpwerke, Regenrückhaltebecken, Regenüberlaufbecken, Stauraumkanäle, Regenüberläufe)

Stand Anzahl der Kläranlagen 2015:

31 Kläranlagen mit insgesamt 250.000 EW
(Einwohnergleichwerte)

Die Belastung von Kläranlagen wird nach Einwohnerwerten (EW) bestimmt. Dabei handelt es sich um die Summe aus den tatsächlichen Einwohnern (Einwohnerzahl, EZ) und den Einwohnergleichwerten (EGW). Der Einwohnergleichwert (EGW) ist eine Einheit zum Vergleich von gewerblichem oder industriellem Abwasser mit häuslichem Abwasser, gemessen als BSB5 (Biologischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen). Üblicherweise entspricht 1 EGW = 60 g BSB5/(Einwohner und Tag).

Ihr Ansprechpartner

Herr Jürgen Kroll
0365 4870-850
j.kroll (at) zvme.de

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